Ordinationsassistentin kollektivvertrag wien

Projektassistenten werden von einem Projekt bezahlt, oft vom FWF (Österreichischer Wissenschaftsfonds) oder einem Unternehmen. Ihr Vertrag impliziert nur Forschung für das Projekt. Sie müssen nur unterrichten, wenn sowohl der Doktorand als auch der Projektpartner zustimmen. Der Doktorand wird nicht extra für den Unterricht bezahlt, nur das Projekt wird von der Universität zurückerstattet. Seit Mitte der 80er Jahre gibt es eine Tendenz, dass die Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände in ihre sektoralen Vereinbarungen Delegationsklauseln aufnehmen, die die Regelung explizit definierter Fragen den Betriebsleitern und Betriebsräten überlassen. In solchen Fällen legt der Tarifvertrag einen bestimmten Rahmen fest, innerhalb dessen Geschäftsführung und Betriebsrat durch einen Betriebsvertrag eine detailliertere, speziell auf ihre Unternehmenssituation zugeschnittene Lösung festlegen können, die eine flexiblere Regelung der Beschäftigungsbedingungen ermöglicht. Die betreffenden Tarifverträge beziehen sich hauptsächlich auf die Arbeitszeit und kombinieren Delegationsklauseln über eine größere Flexibilität bei den Arbeitszeitplänen (was den Arbeitgebern entspricht) mit einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit (was für die Gewerkschaften aus beschäftigungspolitischer Sicht ein Ziel darstellt). Seit den 90er Jahren enthalten die Tarifverträge für die Metallindustrie und andere Industrien jedoch auch Delegierungsklauseln in Bezug auf die Bezahlung. Die Bundesschlichtungsstelle ist für die Tarifsatzung zuständig. Wenn eine Satzung geschaffen werden soll, muss eine Vertragspartei einen entsprechenden Antrag bei der Bundesschlichtungsstelle stellen. In Österreich ist der Abschluss von Tarifverträgen im Wesentlichen auf den privaten Sektor beschränkt. Diese Vereinbarungen werden fast ausnahmslos auf sektoraler Ebene mit mehreren Arbeitgebern ausgehandelt.

Während es bis Anfang der 50er Jahre noch zentrale Lohnvereinbarungen gab, konzentrierten sich die Verhandlungen über Löhne und andere Beschäftigungsbedingungen seither auf die sektorale Ebene. Solche Vereinbarungen sind notwendigerweise informell, da das Arbeitsverfassungsgesetz dem Betriebsrat verbietet, Vereinbarungen über Lohnerhöhungen zu schließen, wodurch den Gewerkschaften ein Monopol auf Lohnverhandlungen eingeräumt wird. Dennoch ist in Betrieben mit starken Betriebsräten eine Praxis entstanden, bei der eine solche zweite, informelle Lohnverhandlungsrunde stattfindet. Dies wird von den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden toleriert, da es keine Gefahr für ihren Vorrang in der kollektiven Lohnregulierung darstellt und gleichzeitig eine flexible Anpassung der Vergütung an die spezifischen Umstände der Unternehmensleistung ermöglicht. Das sektorale Lohnverhandlungssystem ist nach Arbeitnehmerkategorien (Arbeiter und Angestellte) und auch im Bereich der Warenproduktion nach der verarbeitenden Industrie (Industrie) und der handwerklichen Kleingewerbeproduktion (Gewerbe) differenziert. Dies spiegelt die interne Differenzierung innerhalb des ÖGB (getrennte Gewerkschaften für Arbeiter und Angestellte) und der WKÖ (getrennte sektorale Untereinheiten für Arbeitgeber in der verarbeitenden Industrie und in der Kleinbauproduktion) wider. Die meisten der abgeschlossenen sektoralen Vereinbarungen betreffen das gesamte Staatsgebiet, wobei eine Minderheit auch auf Landesebene geschlossen wird. Betriebsvereinbarungen im engeren Sinne einer von einem einzelnen Arbeitgeber geschlossenen Vereinbarung sind in Österreich aufgrund der gesetzlich festgelegten Priorität, die Arbeitgeberverbänden als Tarifvertragsparteien eingeräumt wird, die Ausnahme.